Bachblüte Agrimony

Bachblüte Agrimony:

Die Ehrlichkeitsblüte – 

 

Hauptthema: Probleme werden hinter einer fröhlichen Fassade verborgen.

Charakter:

    • sehr feinfühlig 

    • starkes Bedürfnis nach Lebensfreude

Hintergründe: 

Die Verdrängung: 

Auf uns stürmen ununterbrochen mehr Informationen ein als wir verarbeiten können. Darum filtern wir unbewusst nur die heraus die wichtig für uns sind und verdrängen die anderen. Sonst wären wir nicht in der Lage klar zu denken oder zu handeln. Die Verdrängung schützt uns vor den Folgen unserer eigenen, menschlichen Unvollkommenheit und Schwäche. Denn wenn wir nicht den größten Teil unserer Wahrnehmungen und Erkenntnisse ignorieren und verdrängen würden, so waren wir keines klaren Gedankens, keiner sinnvollen Handlung fähig, und wenn wir die ganze Wahrheit über uns wüssten, so würden wir zerbrechen. Daher filtert unsere Psyche laufend aus den unzähligen Informationen, Eindrücken und Erkenntnissen, die auf uns einwirken, nur jene heraus, die wir momentan verarbeiten können, und legt den großen Rest im Archiv des Unbewußten ab, wo er so lange unter Verschluss bleibt, bis wir reif dafür geworden sind.

Die Lüge

Würden wir uns immer so zeigen wie wir wirklich sind und sagen was wir denken hätten wir in unserer Welt nur geringe Überlebenschancen, da uns das „Rudel“ nicht dulden würde. Darum lernen wir schon als Kinder „uns zu benehmen“ und „mit den Wölfen zu heulen“.

Die Lüge aber schützt uns vor der Missgunst und dem Unverständnis unserer Mitmenschen. So lernen wir schon als kleine Kinder um unseres Überlebens willen zu heucheln und zu lügen, das heißt: uns zu »benehmen«, »anständig« zu sein und »mit den Wölfen zu heulen«. Würden wir uns immer so geben wie wir tatsächlich sind, offen sagen, was wir eigentlich meinen, oder rücksichtslos tun, wonach es uns verlangt, dann hätten wir nur geringe Überlebenschancen in unserer Welt, in der im Grunde das Dschungelrecht herrscht.

Wenn Kranke ihre Beschwerden bagatellisieren oder geheim halten wollen, einen positiven Einfluss auf den ganzen Krankheitsverlauf. Indem es ängstliche oder künstliche Krampfhaltungen lost, hilft es oft bei schweren Schmerzzuständen, rheumatischen Beschwerden, Verstopfung, Schlafstörungen oder innerer Unruhe.

Wenn ein Mensch die Wahrheit für sich behält, nur um möglichen Konflikten aus dem Weg zu gehen. Wer versucht aus Angst, dass eine Auseinandersetzung innere oder äußere Schmerzen verursacht, seine wahren Gefühle, Angst, Aggression, Leid aus seinem Bewusstsein zu verdrängen und sich nach außen hin unbekümmert oder lustig gibt.  Die Anlage besteht in ausgeprägter Empfindsamkeit und einem starken Bedürfnis nach Lebensfreude.

Bei harmonischer Entwicklung

entsteht daraus ein Mensch, der instinktiv Leiden jeder Art meidet. Das gelingt ihm auf die denkbar natürlichste Weise: er entschärft Probleme dadurch, dass er sie als Lebensrealität akzeptiert und das Beste aus ihnen macht. (Leiden entsteht ja dadurch, dass die Realität ignoriert, verfälscht oder bekämpft wird.) Spontan, natürlich und nie auf Konfrontation eingestellt, versucht der harmonisch entwickelte Agrimony- Mensch, weder Unangenehmes zu vertuschen oder zu verfälschen noch Schwierigkeiten zu verdrängen oder ihnen auszuweichen. In den Widrigkeiten des Lebens verliert oder verleugnet er sich nicht; wenn es sein muss, beugt er sich der Schicksalsgewalt wie das Schilfrohr dem Sturm: elastisch und mit natürlicher Anmut, ohne von ihr geknickt oder beschädigt zu werden. Kritische Konstellationen, die für negativ eingestellte Menschen zur Katastrophe werden, gehen an ihm angesichts seiner positiven Haltung wie ein harmloser Spuk vorbei.

So bleibt er stets er selbst: natürlich, ungekünstelt, spontan und lebensfroh. Da seine besondere Stärke darin besteht, in allem — auch dem scheinbaren Unglück — die (immer vorhandene) positive Seite zu erkennen und sich instinktiv an die “Schokoladenseite“ des Lebens zu halten, ist sein Leben immer erfreulich. Oft scheint es, als spiele er im Theater des Lebens die Rolle des Unbeschwerten, vom Glück Begünstigten. Tatsächlich besitzt er auch ein ausgeprägtes Schauspielertalent; dieses ist aber so seinem Wesen verwurzelt, dass alles, was er »spielt», immer nur Ausdruck seiner eigenen, lebensfrohen Anlagen, nie aber eine fremde, künstliche Rolle ist. So ist er wegen seiner Natürlichkeit, seiner Unbeschwertheit, seiner Friedfertigkeit und seiner optimistischen Einstellung überall gerne gesehen.

Unter ungünstigen Umständen

können seine Empfindsamkeit zur Überempfindlichkeit entarten, sein Bedürfnis nach Lebensfreude zur Realitätsflucht, seine Schauspielerei zur Heuchelei werden. Der Agrimony— Mensch kann und will nicht leiden, was für ihn besonders schwierig ist, weil seine Feinfühligkeit ihn alles Unangenehme übertrieben schmerzlich empfinden lässt. So geht er aus Furcht vor Leiden feige allem Unangenehmen, allen Konflikten und jedem Streit aus dem Wege, und zwar auch dann, wenn eigentlich nur eine aufrechte und ehrliche Auseinandersetzung in Frage käme. Gelingt ihm dies nicht, so ignoriert er die Problematik einfach und tut so, als wäre alles in bester Ordnung. Der bewussten Auseinandersetzung mit Problemen, Ängsten und Konflikten ausweichend, ersetzt er sie, obwohl sie ihn weiterhin unterbewusst belasten, durch Bilder aus einer künstlich heilen Welt. Er trägt die Maske des fröhlichen, unbeschwerten Zeitgenossen, gibt sich gutgelaunt und optimistisch, obwohl ihm in Wirklichkeit ganz anders zumute ist, reißt Witze, während er innerlich leidet, macht anderen Mut, während ihm das Herz längst in die Hose gerutscht ist, oder erkundigt sich locker nach dem Befinden seines Arztes, während er sich selbst schwer krank wähnt. Er versucht, wie ein Schauspieler in einer falschen Rolle, sich selbst und anderen etwas vorzumachen, und das fröhliche Gesicht, das er zur Schau stellt, entspricht in Wirklichkeit der lachenden Maske des weinenden Clowns. »lmmer nur ablenken, nur nicht daran rühren!« heißt seine Devise, »Keep smiling!”: bloß nicht zeigen, wie es innen aussieht. Das gelingt natürlich nur sehr oberflächlich, denn die verdrängten Probleme fressen, wie Rost an einem schlecht übermalten Stück Eisen, ständig an seinem Lebensgefühl und verursachen ihm, während er sich unbeschwert gibt, Ängste und Depressionen. Je mehr er nach außen Frieden und Fröhlichkeit vorzutäuschen versucht, umso mehr verliert er sie in seinem inneren. Und umso unnatürlicher und verkrampfter wirkt er. Dabei kann er mit der Zeit, um sich wenigstens vorübergehende Erleichterungen zu verschaffen, süchtig werden — auf Zerstreuung oder Vergnügung, Fresserei oder Arbeit, Alkohol oder Rauschgift. (Übrigens macht Alkohol viele Menschen sorglos, unnatürlich gesellig und lustig, möglich aber unfähig für ernsthafte Kontakte.)

Analog zu seinem seelischen Zustand leidet er oft unter Schlafstörungen, Ruhelosigkeit, Krämpfen, Verspannungen oder Schmerzzuständen.

Die Lüge aber schützt uns vor der Missgunst und dem Unverständnis unserer Mitmenschen. So lernen wir schon als kleine Kinder um unseres Überlebens willen zu heucheln und zu lügen, das heißt: uns zu »benehmen«, »anständig« zu sein und »mit den Wölfen zu heulen«. Würden wir uns immer so geben wie wir tatsächlich sind, offen sagen, was wir eigentlich meinen, oder rücksichtslos tun, wonach es uns verlangt, dann hätten wir nur geringe Überlebenschancen in unserer Welt, in der im Grunde das Dschungelrecht herrscht. Wer es dagegen versteht, nirgends anzuecken und stets gutgelaunt zu erscheinen, ist gern gesehen, selbst wenn er, wie der Agrimony- Mensch, nur Theater spielt.

Dennoch – so hilfreich und vertretbar Verdrängung und Lüge unter bestimmten Bedingungen auch sein können, letztlich bedeuten sie einen Verrat an der Wahrheit. Daher erlaubt unsere Seele, die immer die Wahrheit will, sie uns nur dann, wenn triftige Gründe oder Notwehr uns dazu zwingen – nicht aber bei Gedankenlosigkeit oder Bequemlichkeit.

So müssen wir laufend einen Kompromiss finden, mit dem wir existieren können: einerseits so viel Selbstverleugnung, dass unser äußeres Leben nicht gefährdet ist, und andererseits so viel Ehrlichkeit, dass unsere Seele uns weiterleben lässt. Entscheidend ist dabei, dass wir unsere eigene Wahrheit nicht leichtfertig verraten, dass wir wissen, was wir tun, und dass wir unser Verhalten vor uns selbst vertreten können.

Wenn wir allerdings die Maske, die wir manchmal bei Gefahr oder aus persönlicher Schwäche tragen müssen, auch in guten Zeiten aufbehalten, wenn wir ohne dringenden Grund heucheln oder lügen, oder wenn wir schließlich an unsere eigenen Lügen glauben, dann wehrt sich unsere Seele und lässt uns leiden.

Dieses Leiden besteht, wie jeder aus Erfahrung weiß, in einer gewissen Unzufriedenheit, wenn man sich wieder einmal unnötigerweise etwas vorgemacht, sich verstellt, sich feige gedrückt oder seine Gefühle verleugnet hat. Bei ausgeprägten Agrimony- Menschen aber, die fast ständig ihre Probleme verdrängen, Konflikten ausweichen oder ihre Umwelt und sich selbst belügen, kann es sich zu schweren Frustrationen, Depressionen, Vereinsamung oder geheimer Seelenpein steigern.

Trotzdem sind sie meistens nur bei ganz erheblichem Leidensdruck bereit, etwas dagegen zu unternehmen. Häufig brauchen sie psychotherapeutische Hilfe, die ihnen ihr Verhalten bewusst macht (sie belügen sich ja auch selbst) und sie in die Lage versetzt, es willentlich zu steuern. Erst wenn sie ihre Lebenssituation klar einschätzen und frei entscheiden können, ob und wann sie Unangenehmes verdrängen oder sich gegen ihre Umwelt tarnen müssen, können sie auch, wenn dies nicht erforderlich ist, darauf verzichten. Und je konsequenter ihnen dies gelingt, desto stärker wird ihr eigentliches Wesen, das ihnen, trotz aller vermeintlichen Schwächen und Unvollkommenheiten, letztlich mehr Schutz und Sicherheit gibt als all die vielen Masken, hinter denen sie sich verstecken.

Agrimony ist das Mittel für Natürlichkeit und Ehrlichkeit. Es wirkt gegen die Gewohnheit, Probleme leichtfertig zu verdrängen oder zu meiden, und weckt den Wunsch nach mehr Ehrlichkeit sich selbst und anderen gegenüber. Mit Agrimony wird man offener und entspannter, zugleich aber auch konfliktfähiger, so dass man sich, wenn nötig traut sich unangenehmen Situationen zu stellen.

Typisches Verhalten: 

    • gibt um des Friedens willen leicht nach

    • Immer fröhlich

    • redet ungern über Sorgen

    • vermeidet Streit

    • zeigen eigene Gefühle nicht gerne

    • akzeptieren Teil der Persönlichkeit nicht

    • Drogenprobleme: Sucht nach entspannenden Mitteln 

    • Furcht vor Konflikten

    • Geheime innere Konflikten und Seelenpein

    • innere Ruhelosigkeit

    • künstliches Verhalten

    • Keep Smiling

    • leiden unter Streitigkeiten und Disharmonie

    • nach außen hin immer fröhlich

    • Oberfläche muss perfekt aussehen auch wenn es sonst innerlich chaotisch zugeht

    • rastlos von einer Aktion zur anderen um nicht nachdenken zu müssen

    • selten konsequent im tun

    • Sorgen und Probleme verbergen

    • Verdrängung von Ängsten

    • geheimer psychischer Schmerz

    • Maske und Überspielen der eignen Probleme

    • aus sehr angepassten Elternhaus

    • bauen sich eine künstliche heile Welt auf

    • Bedürfnis nach Lebensfreude führt meist zu Realitätsflucht

    • Hemmungen

    • humorvoll

    • innerlich besorgt und rastlos

    • innerlich zerrissen 

    • leicht ablenken

    • rastlos von einer Aktion zur anderen um nicht nachdenken zu müssen

    • sehr beliebt durch ihre Fröhlichkeit und Ausgelassenheit

    • selten konsequent und stetig in dem was sie tun

    • sensibel

    • Sind bereit viel aufzugeben um ihnen aus dem Weg zu gehen (Konfliktscheu)

    • Sorgen und Probleme verbergen

    • starke Verdrängungsfähigkeit : Unaufrichtigkeit und Verklemmtheit

    • Überempfindlichkeit

    • Unehrlichkeit und Künstlichkeit (Schauspielerein)

Affirmation: Ich fühle Frieden – Ich bin ehrlich – Ich zeige mich

Typische körperliche Leiden: 

    • akute Gallenschmerzen

    • akutes Milzleiden

    • Anfälligkeit für Alkohol und Drogenmissbrauch – vor allem wegen der entspannenden Wirkung 

    • Angst vor Auseinandersetzungen und Konflikten

    • Appendizitis (Blinddarmentzündung)

    • appetitanregend

    • Augenschwellung/ Entzündung

    • bei Magen-, Darm- und Galleleiden

    • Bettnässen 

    • Bronchitis

    • Darmerkrankungen

    • Diabetes

    • Durchfallerkrankungen

    • Entzündungen der Haut (Umschläge)

    • Entzündungen im Mund- und Rachenbereich

    • Entzündungshemmend

    • Fieber

    • Geschwüre

    • Hals- und Mandelentgiftung

    • Halsweh

    • Harninkontinenz (Blasenschwäche)

    • harntreibend

    • heilungsfördernd

    • Husten

    • Leber- und Galleanregend

    • Leberversagen

    • Milz- und Nierenreinigung

    • Nieren- und Blasenentzündungen

    • Nieren- und Gallensteine

    • Rachen – und Kehlkopfentzündungen

    • Rheuma

    • Schnupfen

    • Stimmbandreizung

    • Stoffwechselanregend

    • Verkrampfungen und Verspannungen

    • Verlegenheit

    • Viel erbrechen: vermindert und reinigt Schleim im Magen

    • Wassersucht

    • Wunden auswaschen

    • Augenschwellung/ Entzündung

    • wurmwidrig

    • Zahnfleischentzündung

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