Chestnut Bud bzw. Rosskastanie

Bachblüte Chestnut Bud

Gewöhnliche Rosskastanie (Kastanienknospen)

Standort: jeder Boden, Sonne, Halbschatten, Schatten

Wirkungsweise: blutreinigend, blutstillend, entzündungshemmend, hustenstillend, schmerzstillend, venenwirksam 

 

Die Entwicklungsblüte

Hauptthema: Schlechtes lernt (nicht nur Wissen) oder immer wieder die gleichen Fehler machen.

Einsatz: 

  • aus Fehlern nicht lernbereit → gleiche Probleme wiederholen sich
  • Erkenntnisschwäche
  • Entwicklung zurück geblieben
  • fällt schwer länger zu konzentrieren → zerstreut und desinteressiert
  • gerät immer wieder unter den ähnlichen negativen Einfluss
  • geringe Entwicklung, unbeholfen kommt nicht vorwärts
  • Getrieben → fällt oft hin
  • Interssenlosigkeit
  • Lern-Aufnahmefähgkeit ist blockiert → kann nicht lernen oder sich etwas merken
  • Lernschwäche
  • Lernschwierigkeiten → nur gut auf Gebieten die sie interessieren, andere versagen sie gänzlich
  • lernt sehr langsam aus Fehlern und Erfahrungen
  • lieber neue Projekte als vergangen aufzuarbeiten: nich genügend durchleuchtet und reflektiert
  • neigt dazu totales Chaos zu erzeugen
  • nicht bereit aus Erfahrungen anderer zu lernen
  • Unaufmerksamkeit
  • Unkonzentriertheit → Flüchtigkeitsfehler
  • verliert vergisst oft Dinge
  • Zeitliche Probleme
  • Zerstreutheit
  • starken Konzentrations- und Begeisterungsfähigkeit.

Körperliches

  • Bandscheiben
  • Blutgefäße, insbesondere Venen, stärken 
  • Blutreinigung
  • Couperose
  • Darmkatarrh
  • Durchblutung
  • Durchfall 
  • entwässernd für Gewebe
  • Erkältung 
  • Frostbeulen 
  • Fußschweiß
  • Galle- Milz
  • Gebärmutter-Blutungen
  • Geschädigte, raue Hände durch zu viel Arbeit
  • geschwollene Beine oder Arme verwendet werden
  • Gicht
  • Hämorrhoiden
  • Haut widerstandsfähiger gegen Sonne
  • Haut- Haarproblem: Schuppen, Flechten
  • Katarrh der Atemwege
  • Keuchhusten 
  • Krampfadern
  • leichten hämorrhoidalen Entzündungen sein
  • lindert Gelenks-/Gliederschmerzen
  • Magen- Darmschleimhaut
  • Magen- und Ulcus duodeni (Zwölffingerdarmgeschwür)
  • Magenkrämpfe
  • Magnesiumeinschleußer
  • Müde geschwollene Füße
  • Nasenpolyben zusammenziehen
  • Neuralgie 
  • Ohnmacht
  • Pflaster gegen Rheuma
  • Phlebitis (Venenentzündung) 
  • Rheuma
  • Schmerzen in Gelenken
  • Sonnenschutz
  • Stillende Frauen: verhärtete Brust
  • Strahlungsabwehr
  • Taubheitsgefühl aus Gliedmaßen
  • Thrombose
  • Ulcus cruris (Geschwürbildung an den Beinen)
  • Unterleibsblutungen
  • Uterusblutungen
  • Venenentzüdnung
  • Venenschemrzen 
  • Venenstärkend: Krampfadern, Bindegewebsschwäche
  • vitalisierend
  • zu starke Monatsblutung

Chestnut Bud ist das Mittel für geistige Reife und Erfahrung. Es verbessert die Lernfähigkeit, und zwar nicht nur in Bezug auf sachbezogenes Wissen. sondern auch in allgemeiner Hinsicht. Es hilft, Erfahrungen zu sammeln und besser mit dem Leben zurechtzukommen. 

Bei harmonischer Entwicklung

entsteht daraus ein Mensch, der sich mit seinen Erlebnissen und Erfahrungen so gründlich und bewusst auseinanderzusetzen pflegt, dass er daraus sinnvolle Konsequenzen für die Zukunft ziehen kann. Das Leben ist für ihn ein dauernder Lernprozess, in dem er seinen geistigen Horizont erweitert und persönlich reift. Dies ist allerdings nur dadurch möglich, dass er sich nicht in Nebensächlichkeiten, Zerstreuungen oder Ablenkungen verliert, sondern sich stets auf das konzentriert, was im Augenblick für ihn wichtig ist. Da er sehr individuell veranlagt oder speziell begabt ist, haben viele Dinge, die anderen Menschen wichtig sind, für ihn keine Bedeutung. Er nimmt sie kaum zur Kenntnis, selbst wenn sie ihm große Vorteile bringen würden, und verfolgt engagiert den Weg, der ihm bestimmt ist, oder beschäftigt sich nur mit dem, was ihm Freude bereitet. Auf seinem Interessengebiet kann er -schon in der Schule- Hervorragendes leisten; manchmal wird er sogar ein großer Gelehrter oder ein gesuchter Experte, der über ein spezielles, wertvolles Fachwissen verfügt. Dass er dafür auf anderen Gebieten relativ unwissend ist, stört ihn wenig — falls er es überhaupt zur Kenntnis nimmt.

Unter ungünstigen Umständen

kann die Fähigkeit, sich auf ein spezielles Gebiet zu konzentrieren, so ausarten, dass er das Interesse an den anderen Lebensbereichen ‘verliert. Dabei wird der Chestnut Bud-Mensch unaufmerksam gegenüber der Realität und unfähig, aus dem, was er erlebt und erfährt, weiterführende Erkenntnisse zu gewinnen. Er wird nicht »aus Schaden klug«, sondern macht immer wieder die gleichen Fehler oder gerat immer wieder in die gleichen unerfreulichen Situationen. Diese Unfähigkeit, die »Schule des Lebens« erfolgreich zu durchlaufen, hat ihre Parallele in einer allgemeinen Lernschwache. So ist der Chestnut Bud-Mensch trotz selbst verschuldeter Nachteile und Ereignisse außerstande, daraus ein für allemal die richtige Konsequenz zu ziehen. Oder er kann sich etwas einfach nicht merken, obwohl es ihm – sei es in Form bestimmter Informationen, sei es als alltägliches Ereignis – wiederholt begegnet: es geht ihm nicht in den Kopf, irgendetwas in ihm sperrt sich dagegen. So macht er auch in seiner persönlichen Entwicklung ungenügende Fortschritte, wird nicht erfahren oder lebensklug, bleibt in mancher Hinsicht kindlich, unbeholfen, unentwickelt. Eine bekannte Variante des Chestnut Bud-Syndroms ist der »zerstreute Professor«; auf seinem Gebiet eine Kapazität, kommt er mit den einfachsten Lebensumstanden nicht zurecht und wiederholt stereotyp immer dieselben lächerlichen Fehler. Da sein ganzes Denken sich auf hochkomplizierte Probleme konzentriert, ist darin für die Banalitäten des Alltags kein Raum. Ähnlich ergeht es oft Schülern mit speziellen Begabungen: in ihrem „Hobby“ sind sie genial, im übrigen versagen sie.

Chestnut Bud ist das Mittel für geistige Reife und Erfahrung. Es verbessert die Lernfähigkeit, und zwar nicht nur in Bezug auf sachbezogenes Wissen. sondern auch in allgemeiner Hinsicht. Es hilft, Erfahrungen zu sammeln und besser mit dem Leben zurechtzukommen. Der Geist wird offener, die Aufnahmefähigkeit und -bereitschaft wird größer, das Interesse nimmt generell zu. Chestnut Bud ist daher nicht nur für Kinder mit Schulproblemen geeignet, sondern auch für Menschen, die in ihrem Leben ungenügende Fortschritte machen und sich immer mit denselben Problemen herumschlagen müssen. Natürlich erfordern eventuelle organische Störungen, Vitaminmangel oder chronische Erschöpfung, die auch Chestnut Bud-Symptome hervorrufen können, gleichzeitig eine entsprechende Behandlung.

Psychologisch-therapeutische Anmerkungen

Die Lernschwäche des Chestnut Bud-Menschen ist hauptsächlich durch seine sehr selbstbezogene und gefühlsbetonte Geiselsstruktur bedingt. Eigentlich interessiert er sich nur für das, was ihn persönlich bewegt, was seinen individuellen Begabungen oder seiner jeweiligen Stimmungslage entspricht. Allgemeines, theoretisches Wissen oder unpersönliche Fakten sind ihm zu nichts sagend und farblos, so dass er sie weitgehend ignoriert. Es fällt ihm schwer, sich mit etwas zu beschäftigen, wozu er keine spezielle Beziehung hat. Daher ist seine Lernschwäche auch nicht grundsätzlich krankhaft, sondern nur ein übertriebenes Persönlichkeitsmerkmal.

Lernen ist ein überwiegend subjektiver Vorgang. Es bedeutet, dass wir das behalten, was uns wichtig erscheint, und alle übrigen Informationen, Eindrücke und Erkenntnisse, die auf unseren Geist einströmen, beiseiteschieben. Dabei erweitert sich unser Bewusstsein. Der ideale »Lehrstoff« besteht daher in dem, was für uns selbst bedeutsam ist und uns auch gefühlsmäßig berührt. Leb- und sinnloses theoretisches Wissen, das stur eingepaukt und auswendiggelernt wird, ist dagegen höchstens für maschinenhafte, geistlose Tätigkeiten geeignet, ansonsten aber schädlich, weil es in ein blut-  und gefühlsarmes Leben treibt.

lm Prinzip lernt der Chestnut Bud-Mensch in der richtigen Weise, denn er nimmt nur an, was ihn persönlich berührt und interessiert. Sein Problem ist nur, dass er über dem gesteigerten Interesse für ein bestimmtes Thema dem Rest, aus dem sein Leben auch noch besteht, nicht genügend Aufmerksamkeit schenkt. Oft besteht die Ursache hierfür darin, dass er, in einem geistig zu engen Milieu aufgewachsen, auch nur einen flachen, einseitigen Geist entwickeln konnte, Oder dass er bestimmte Themen mit unerfreulichen Erlebnissen assoziiert. Dies kommt vor allem bei Kindern vor; ihnen wird oft der Lehrstoff durch einen unangenehmen Lehrer Oder einen frustrierenden Misserfolg so verleidet, dass ihre Psyche sich automatisch dagegen sperrt, um nicht mehr daran erinnert zu werden. Lernen muss Spass machen, wenn es Sinn haben und Erfolg bringen soll.

Was Unlust bereitet, wird unbewusst abgewehrt und kann-  wenn überhaupt – nur gegen inneren Widerstand und ohne echten Erfolg »eingehämmert« werden.

Daher geht es in der Therapie des Chestnut Bud—Syndroms zunächst um eine Erweiterung der geistigen Offenheit und Steigerung der allgemeinen Aufmerksamkeit. Dazu sollte man versuchen, negative, die Aufnahmefähigkeit blockierende Gefühlserinnerungen aufzuarbeiten Oder mit Hilfe Von erfreulichen Erlebnissen, zum Beispiel einem Erfolg, auszulöschen. Kinder, die in der Schule nicht mitkommen, brauchen manchmal nur einen Wechsel des Lehrstoffs, des Lehrverfahrens, des Lehrers oder der Schule, um wieder freudig aufnehmen und lernen zu können; und Erwachsene, die in ihrer Arbeit nicht erfolgreich sind Oder immer wieder die gleichen Probleme haben, sollten sich fragen, Ob es nicht etwas Interessanteres für sie gibt, oder ob die Lebensumstände, unter denen sie leben, richtig für sie sind.

Bachblüte Chestnut Bud