Bachblüte Gorse

Bachblüte Gorse

Der Stechginster

Standort: trockenen oder sumpfigen Sandböden

Der Stechginster stellt im Sommer ein nicht unerhebliches Brandrisiko dar, da seine Zweige zwei bis vier Prozent leicht entzündliches Öle enthalten.

 

Die Hoffnungsblüte

Kurze Charakteristik

Alle krankhaften Störungen, die mit Hoffnungslosigkeit einhergehen oder davon ausgelöst wurden.

Die Anlage ist ambivalent: einerseits eine besonders positive und hoffnungsvolle Lebenshaltung und andererseits die Bereitwillig, ohne Wunsch und Erwartung zu leben.

Der Gorse-Charakter hat einerseits eine besonders positive und hoffnungsvolle Einstellung zum Leben. Es finden sich aber auch Tendenzen ohne Wünsche und Erwartungen zu leben.

 

Einsatzgebiete:

  • pessimistischer Lebenshaltung
  • Verzweiflung
  • Depression
  • entsteht oft wenn man lange Krank war oder sich an Probleme gewöhnt hat und keine Lösung mehr sieht.
  • nicht optimistisch in die Zukunft —> freut sich auf nichts
  • rechnen schon damit, dass Pläne und Wünsche nicht in Erfüllung gehen
  • Sinnlosigkeit
  • wenn meinen, dass chronische Krankheit erblich bedingt ist oder unabwendbares Schicksal
  • körperlicher oder sexuelle Missbrauch
  • Lieblose Behandlung
  • niedergeschlagen 
  • verschlossen
  • Hoffnungslosigkeit
  • innerlich aufgegeben
  • leistet aktiven und passiven Widerstand gegen den Gesundungsprozess
  • Resignation
  • wenn meinen, dass chronische Krankheit erblich bedingt ist oder unabwendbares Schicksal
  • niedergeschlagen bockig
  • Resignation
  • spricht nicht über seien Probleme

Kraftformel: Ich bin aufrecht. Ich bin hoffnungsvoll. Ich sehe neue Möglichkeiten

 

 

In harmonischer Entwicklung

befinden sich diese beiden widersprüchlichen Veranlagungen in einem fein ausgewogen Gleichgewicht, so dass daraus ein ausgesprochen positiver und  optimistischer Mensch entsteht, der aber zugleich in seinem  Inneren die Bereitschaft zu Entsagung, Wunsch- und Hoffnungslosigkeit trägt — allerdings nicht in ihrer negativen, enttäuschungsvollen Bedeutung, sondern im Sinne der asiatischen Weltanschauungen, die das »Nichts« als Voraussetzung im »alles« betrachten. In der optimistischen Heiterkeit des harmonisch entwickelten Gorse-Menschen schwingt immer ein gewisser abgeklärter Ernst mit; man ahnt ein großen und  ganzen »positiven« wie >>negativen« Bedeutung leben kann. Für seine Mitmenschen ist er ein Symbol der Hoffnung, das um so wertvoller ist, als diese Form der Hoffnung wenig mit den üblichen, vordergründigen und vorteilsorientierten Wünschen zu tun hat. Es ist das tief empfundene Wissen darum, daß alles in unserer Welt richtig bestellt ist.

Unter ungünstigen Umständen

kann diese komplizierte Anlage ihr subtiles Gleichgewicht verlieren und in negativer Weise entarten. Genauso, wie sich jeder heftige Wunsch nach Lebensfreude, wenn er sich nicht erfüllen läßt, in eine ebenso starke Traurigkeit verwandelt, schlägt die sehr optimistische Erwartungshaltung des Gorse-Menschen, wenn sie enttäuscht oder missbraucht wird, in ihr ebenso extremes Gegenteil um. Dabei verdrängt die entsagende, innere Komponente das erwartungsvolle, lebensoffene Element, verliert ihren eigentlichen Sinn und wird zur lebensverneinenden Hoffnungslosigkeit. Entsagung bedeutet dann nicht mehr die gleichzeitige Öffnung für eine noch größere Lebens-Dimension, sondern gleicht dem Eingeschlossen-werden in einem dunklen Zimmer. So entwickelt sich das Gorse-Syndrom, das in Pessimismus und Resignation besteht. Wer sich in diesem Zustand befindet, hat jede Hoffnung aufgegeben; seine Schicksalsergebenheit ist nicht mehr Ausdruck einer wertvollen Erkenntnis, sondern eines inneren Zerstörungsprozesses. Dieser Zustand bezieht sich vor allem auf die Gesundheit und signalisiert bei schweren, chronischen (»hoffnungslosen«) Krankheiten den Übergang in jene Phase, aus der es meistens kein Zurück gibt. Gorse-Kranke »wollen nicht mehr« (sie sind auf „Heilung durch den Tod“ eingestellt).

Wenn sie überhaupt noch therapeutische Anstrengungen unternehmen, dann nur unter dem Druck ihrer Angehörigen oder Freunde.

Gorse ist das Mittel gegen Hoffnungslosigkeit. Es aktiviert den Lebenswillen und hilft, gegenüber Verlusten, Enttäuschungen oder Niederlagen eine positivere, sinnerfüllte Einstellung zu finden. Bei schweren, hoffnungslos erscheinenden Krankheiten kann es eine Trendwende herbeiführen. Besonders wichtig ist Gorse in der Krebstherapie, da Krebs, wenn er unheilbar ist (was übrigens relativ selten vorkommtl), bedeutet, daß der Organismus die Hoffnung auf Überwindung der krankmachenden Ursache aufgegeben hat.

Das Gorse-Syndrom entwickelt sich meistens im Rahmen langwieriger, von Fehlschlägen und Misserfolgen begleiteter Kämpfe — sei es um die Gesundheit, sei es um ein wichtiges Lebensziel. Es ist Ausdruck einer inneren Erschöpfung, einer Störung des Gleichgewichts zwischen Nehmen und Geben. In diesen Zustand zu geraten, muß man normalerweise die beschriebene typische Anlage haben; da diese aber in mehr oder weniger feiner Ausprägung bei jedem Menschen zu finden ist, kann im Prinzip jeder Mensch bei sehr schwerem Schicksalsdruck seine Hoffnung verlieren.

Dies ist daher wichtig, bei aller Lebenslust und allen freudigen Erwartungen stets ein Gefühl dafür zu behalten, daß der schönen Vordergründigkeit des Lebens mit all ihren vergänglichen Wünschen und Freuden eine tiefere und bedeutsamere Dimension gegenübersteht, die allem Geschehen erst seinen Wert und Sinn gibt. Es ist ein subtiles Spüren der Vergänglichkeit in allen irdischen Dingen und Freuden, das zugleich ein Ahnen der unbegreiflichen Ewigkeit heraufbeschwört.

Der Religiöse drückt seine Hoffnung mit den Worten »Man kann nicht tiefer fallen als in Gottes Hand« aus. Damit meint er. daß alle Verluste, Enttäuschungen und Leiden, die wir erleben, angesichts dessen, worum es in unserer Existenz geht, in der ich unbedeutend sind. Alles, was uns widerfährt, besitzt einen tieferen Sinn und dient unserem »Seelenheil«‚ das wir so wenig begreifen und beschreiben können und das doch das peinliche Ziel unserer Existenz ist.

Wer dieses instinktive Wissen verloren hat, der gerät, an der Sinnlosigkeit und »Schlechtigkeit« dieser Welt verzweifelnd, in den Gorse-Zustand, in dem er keinen Grund mehr für irgendwelche positiven Erwartungen findet. Ohne das »Prinzip Hoffnung« aber können wir nicht leben, können keinen Tag beginnen, können nicht atmen, nicht denken, nicht handeln.

Unentwegt erwarten wir, daß alles gut ausgehen oder besser werden möge. Gibt es keine Hoffnung mehr, so zieht sich das Leben zurück.

Da allerdings, solange ein Mensch lebt, immer auch noch Leben und damit ein zukunftsorientiertes Element in ihm ist, besteht meist die Möglichkeit, die Hoffnung wieder zu erwecken und die Lebensflamme anzufachen. Dazu muß man sensibel herauszufinden suchen, an welchem Punkt der zerstörerische Hebel angesetzt hat, wo der Gorse-Mensch in seinem Lebensnerv getroffen wurde. Manchmal erscheinen die Gründe dafür dem Außenstehenden banal und unbedeutend, für den Betroffenen aber kann darin sein ganzer Lebenssinn liegen.

Gelingt es, an diesem entscheidenden Punkt die verschlossene Tür wieder zu öffnen, dem Verzweifelten glaubhaft die Erfüllung seiner Sehnsucht in Aussicht zu stellen oder ihn für andere Ziele oder Wünsche zu motivieren, so kann die Hoffnung und mit ihr das Leben wieder in ihn zurückkehren.

Bachblüte Gorse