Impatiens

Bachblüte Impatiens

Drüsentragendes Springkraut

(leicht giftig)

Standort und Boden: feuchter Boden, Halbschatten

Wirkungsweise: harntreibend, bakterientötend, abführend

 

Die Zeitblüte

Die Anlage besteht in einem schnellen, unruhigen Geist, der sich möglichst direkt und unverzüglich um- beziehungsweise durchsetzen will.

Wer zu den Impatiens-Menschen gehört der verfügt über einen schnellen aber unruhigen Geist und möchte alles immer sofort und auf der Stelle um- oder durchsetzen. 

Können Sie sich gut entfalten, dann entsteht ein extrem schnell denkender Mensch und Sie können viel schneller als andere denken, kombinieren und handeln. Dieser Typ braucht nur ein Stichwort und eine Gedankenkette entsteht unter dem Motto: gedacht ist schon fast gemacht. Unter ungünstigen Bedingungen tritt an die Stelle sinnvoller Geschwindigkeit Schnelligkeit um jeden Preis – ohne Rücksicht auf Verluste. Impatiens ist das Mittel gegen Nervosität und Unruhe. Es fördert Geduld, Besonnenheit, Umsicht, Gründlichkeit, hilft, den eigenen Rhythmus zu entwickeln oder zu bewahren, wenn man unter zeitlich bedrängenden Umständen leben muß. Impatiens ist bei allen Arten von Unruhe nützlich, zum Beispiel bei nervöser Gespanntheit vor wichtigen Terminen, Hektik bei Zeitdruck, nervösem Juckreiz, Zittern oder Überreiztheit nach einem Schock (deshalb ist es im Notfallmittel — Rescue Remedy — enthalten).

Einsatzgebiete:

  • reagiert ungeduldig
  • reagiert leicht gereizt
  • zeigt überschießende Reaktionen
  • rasch im Denken und Handeln
  • wenn krank darauf bedacht, schnell wieder gesund zu werden
  • keine Geduld mit langsamen Menschen → Langsamkeit ist falsch und Zeitverschwendung → solche Menschen an zu treiben
  • arbeiten am liebsten alleine → eigenes Tempo
  • behalten ihre Gedanken für sich
  • rasche Auffassungsgabe und intelligent
  • schneller als die meisten anderen Menschen
  • Schnelligkeit nicht mehr zu bändigen →
    • Unruhe
    • Hast
    • Ungeduld 
    • Nervosität
    • Urast
    • Gereiztheit
  • mit anderen Zusammenarbeiten → geht Langsamkeit auf die Nerven oder macht wahninnig
  • treiben andere zur Eile, wenn nichts nutzt → nehmen Arbeit aus der Hand → besser und schneller
  • andere zu langsam: gereizt und wütend
  • einsam, da nicht auf andere einstellen können
  • Entschlüsse manchmal übereilt → Oberflächlichkeit
  • arbeiten hastig 
  • arbeiten nicht gründlich
  • arbeiten nicht sorgfältig
  • laufen geistig auf Hochtouren
  • sehen schneller
  • essen schneller
  • sprechen schneller
  • bewegen sich schneller
  • Zappelphilipp
  • hyperaktiv
  • macht Flüchtigkeitsfehler
  • Hektiker
  • ganzen Tag in Bewegung 
  • Aktivität plötzlich in Müdigkeit und Wutanfälle umkippen
  • impulsiv
  • Dinge werden überstürzt gemacht
  • Getriebenheit, 
  • Unruhe, 
  • nervöse Schlaflosigkeit, 
  • beschleunigtem Stoffwechsel
  • Eile, 
  • Hetze, 
  • Oberflächlichkeit, 
  • Kribbeligkeit.

Körperliches: 

  • Zuckungen
  • Schlaflosigkeit
  • Verkrampfungen
  • Konzentrationsstörungen
  • Bluthochdruck 
  • Juckreiz (besonders bei Neurodermitis)
  • Ungeduld
  • arbeiten am liebsten alleine → eigenes Tempo
  • Gereiztheit
  • mit anderen Zusammenarbeiten → geht Langsamkeit auf die Nerven oder macht wahninnig treiben andere zur Eile, wenn nichts nutzt → nehmen Arbeit aus der Hand → besser und schneller
  • unruhig 
  • gehetzt
  • Zappelphilipp, 
  • hyperaktiv
  • macht Flüchtigkeitsfehler
  • Hektiker
  • ganzen Tag in Bewegung 
  • Aktivität plötzlich in Müdigkeit und Wutanfälle umkippen
  • impulsiv
  • Dinge werden überstürzt gemacht

Kraftformel: Ich nehme mir Zeit, Ich habe  Geduld, Ich entspanne mich

Bei günstiger Entwicklung; entsteht daraus ein Mensch mit hohem, geistigem Geschwindigkeitspotential, der sehr schnell (schneller als andere) denken, kombinieren und handeln kann. Es ist der Typ, der nur ein Stichwort braucht, um sogleich die ganze dazugehörende Gedankenkette zu kennen, der nicht lange fackelt, sondern bei dem >>gedacht« fast schon auch »getan« bedeutet. Wenn er etwas vorhat, steuert er es unmittelbar und ohne zu zögern an. Er ist flink und hat die Arbeit schon ausgeführt, wenn andere erst damit beginnen.

Unter ungünstigen Umständen aber verliert die Impatiens- Anlage das richtige Maß. An die Stelle von optimaler und sinnvoller Geschwindigkeit tritt Schnelligkeit um jeden Preis um! »ohne Rücksicht auf Verluste«. Das Geschwindigkeitsprinzip dient dann nicht mehr dazu, ein bestimmtes Ziel  erreichen oder ein Problem schnell zu durchdenken, sondern es wird zum sinnentfremdeten Selbstzweck noch krankhaften Symptom, zum lmpatiens-Syndrom. Menschen in diesem Zustand sind hastig, ungeduldig, gehetzt, getrieben. Bei ihnen muß alles so schnell wie möglich gehen, auch wenn es gar nicht nötig wäre; jede Verzögerung macht sie nervös und gereizt, und oft geht ihnen die (relative und angeblich) Langsamkeit ihrer Mitmenschen oder Mitarbeiter so auf die Nerven, daß sie unduldsam und ungerecht werden. Dann kann es vorkommen, daß sie, da ihnen die anderen wegen ihrer Langsamkeit oder Begriffsstutzigkeit auf die Nerven gehen, alles alleine machen und dabei den menschlichen Kontakt verlieren. Ihre nervöse Getriebenheit führt zur Frustration bei der Arbeit, weil sie diese aus Zeitmangel nicht mit der erforderlichen Gründlichkeit und Sorgfalt erledigen; ihre Gedanken sind oft unausgegoren und ihre Entschlüsse übereilt. Da ihnen ihr ungezügeltes Geschwindigkeitspotential nur geistige Oberflächlichkeit erlaubt, finden sie auch nicht zu sich selbst und werden hinter ihrer ganzen Betriebsamkeit oft unglücklich und einsam.

Auch ihr Körper reagiert entsprechend: ihre Bewegungen sind fahrig, unharmonisch und oft unkoordiniert: sie leiden unter allen möglichen nervlichen Störungen, Zuckungen, Schlaflosigkeit, Verkrampfungen, Konzentrationsstörungen, Bluthochdruck oder auch Juckreiz (besonders bei Neurodermitis).

Psychologisch-therapeutische Anmerkungen

Das Problem des Impatiens-Menschen besteht in seinem angeborenen hohen Geschwindigkeitspotential. Es ist aber nicht die Schnelligkeit an sich, die ihm Schwierigkeiten bereitet, sondern seine Unfähigkeit, sie richtig auf die jeweilige Situation abzustimmen. Er gleicht einem Kutscher, der seine Pferde immer zu maximalem Tempo antreibt, ohne auf Weg oder Kutsche zu achten. So schießt er entweder übers Ziel hinaus und gerät in Umstände, die er gar nicht gewollt hat, macht Flüchtigkeitsfehler, die er wieder korrigieren muß, zerrüttet seine Nerven aus Ungeduld über irgendwelche vermeintlich unnötige Verzögerungen. Bei starkem Termin- oder Erfolgsdruck kann dies übrigens auch bei Menschen vorkommen, die nicht die Impatiens-Anlage haben.

Die „Lebens—Kutsche » des Impatiens-Menschen könnte immer sehr schnell ihre Ziele erreichen, wenn es ihm gelänge, alle treibenden Kräfte sinnvoll aufeinander abzustimmen und nicht nur schnell, sondern auch überlegt zu handeln. Tatsächlich aber kann er es nicht lassen, „mal eben schnell » eine bestimmte Idee in die Tat umzusetzen, einen Gedanken vorschnell auszusprechen oder eine Aktion blitzartig durchzuziehen, wobei er dann oft >>über seine eigenen Beine stolpert«, Fehler macht oder zu Ergebnissen kommt, die er gar nicht gewollt hat.

Eine Besserung ist von zwei Seiten her möglich: von außen, indem er umsichtig Lebensumstände vermeidet, die ihn unter Zeitdruck setzen, und von innen. indem er sich nach dem Motto »Eile mit Weile« immer einen genügenden zeitlichen Spielraum läßt, um alle beteiligten Gefühle, Wahrnehmungen, Erkenntnisse, Erfahrungen und Ideen in das endgültige Handeln einbringen zu können. Er benötigt sehr viel bewußte Disziplin, zu der er sich oft erst nach schmerzlichen Erfahrungen aufraffen kann. Selbst wenn dies gelingt, wird der typische lmpatiens-Mensch doch immer auffallend schnell sein; Behäbigkeit, Geruhsamkeit oder unendliche Geduld passen nicht zu ihm. Für ihn geht es darum, jenes persönliche Maß zu finden, unter dessen Einfluss er innerlich »im Lot« ist.

Das gilt besonders für die lmpatiens-Kinder, die wegen ihrer angeborenen Neigung zu Zappeligkeit und Hastigkeit nicht nur Druck gesetzt werden, sondern die Möglichkeit bekommen sollten, ihren eigenen Rhythmus zu finden. Man sollte ihnen keine Tätigkeiten abverlangen, die ausgesprochene  Geduld oder Pingeligkeit erfordern, sondern ihnen Möglichkeiten eröffnen, bei denen sie ihre spezielle Veranlagung harmonisch entwickeln können. Eine besonders fatale Wirkung haben hier die modernen Computerspiele, die den  >>spielerisch« unter einen gnadenlosen Zeitdruck kommt; im Übermaß betrieben zerrütten sie die Nerven und zerstören das innere Gleichgewicht. Auch können bestimmte Nahrungsbestandteile bei Kindern schwere nervöse Störungen >>Zappelphilipp«) hervorrufen; dies sollte eventuell bei der Ermahnung berücksichtigt werden.

Bachblüte Impatiens

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