Flow: Audioprogramm: Hilfe zur Selbsthilfe In den Flow kommen

Der Flow

Ich bin mir sicher, dass es Zeiten gab, in denen du dich komplett in dem verloren hast, was du getan hast. Alles um dich herum hat sich aufgelöst und womit du auch immer beschäftigt warst, war für dich das Natürlichste was du je getan hast. Die Zeit spielte keine Rolle mehr. Sie hat sich scheinbar aufgelöst. Menschen erzählen lächelnd davon, dass sie so fokussiert waren, dass sie nicht bemerkt haben, dass der Nachmittag zur Nacht wurde und sie mehrere Mahlzeiten verpasst haben. Genau diese Erfahrungen beschreiben den Flow.

Flow: Audioprogramm: Hilfe zur Selbsthilfe In den Flow kommen

In seinem bahnbrechenden Buch, Flow, The Psychology of Optimal Experience, umschreibt der Psychologe Mihaly Csikszentmihalyi den Flow als ein Stadium, in welchem Menschen so involviert sind in eine Aktivität, dass nichts anderes mehr zu zählen scheint. Diese Erfahrungen sind so befriedigend, dass Menschen keine Kosten und Mühen scheuen um das noch einmal zu erleben. Laut Csikszentmihalyi, ist der Flow ein Ausdruck einer optimalen Erfahrung. 

Für Dr. Csikszentmihalyi kennzeichnen den Flow 7 Charakteristika: 

  1. Absolute Konzentration
    Um in den Flow kommen zu können, ist es unumgänglich sich zu 100% zu konzentrieren. Bestimmte Musik, wie Barockmusik (Händel, Bach, Telemann), die mit 80 Schläge pro Minute arbeiten, steigern im Allgemeinen die Fähigkeit sich zu konzentrieren. 

    Die Silent Geschichte, die dir dabei hilft in den Flow zu kommen, ist zwar nicht mit Barock Musik hinterlegt, dafür erhöhen die Worte, die du nicht hören kannst, da sie auf einer Frequenz von 14.000 Herz aufgenommen wurden, deine Konzentrationsfähigkeit um ein Vielfaches. Wenn du tiefer in dieses Thema eintauchen möchtest, wirst du hier fündig. 

  2. Totaler Fokus auf ein Ziel
  3. Das Gefühl, dass die Zeit entweder schneller oder in Zeitlupe vergeht
  4. Das Gefühl der Leichtigkeit
  5. Eine Aufgabe, die herausfordernd, aber nicht überfordernd ist
  6. Das was man tut, passiert wie von alleine
  7. Man fühlt sich wohl, mit dem was man tut

Wie du vielleicht selbst erfahren hast, erhöht der Flow die Produktivität enorm. Es gibt Untersuchungen, die darauf hinweisen, dass der Flow bis zu 5x produktiver macht.

Die 4 Stadien des Flows

Steve Kotler, der Autor von The Rise of Superman, konnte 4 Stadien des Flows identifizieren.

Stadium 1 Kampf

Wenn man darum kämpft so tief in die Materie einzudringen, um das Flow-Stadium zu erreichen. Egal ob es sich um ein Workout, umfangreiche Nachforschungen, um ein Brainstorming handelt oder worauf du dich auch immer konzentrieren musst. Dieses Herantasten an ein Thema fühlt sich oft wie ein Kampf an und ist das Gegenteil von Flow.

Stadium 2: Entspannung

Eine Pause, die man macht, bevor man völlig in den Flow eintaucht. Dieser Schritt ist deshalb wichtig, da man so verhindern kann, dass einem der Kampf ausbrennt, den man gerade hinter sich gebracht hat. Diese Pause kann ein Spaziergang, Atemübungen sein oder was dir auch immer dabei hilft dich zu entspannen. Unterscheidet sich aber klar von einer Ablenkung wie den Social Media Account zu checken oder die letzten Sportergebnisse abzurufen.

Stadium 3: Flow

Dieses Stadium wird von Kotler als die „Superman Erfahrung“ beschrieben. Der Flow, den du hoffentlich schon an verschiedenen Punkten in deinem Leben erlebt hast, wenn du die absolut beste Arbeit abgeliefert hast und alles wie am Fließband passiert ist.

Stadium 4: Konsolidierung

Im letzten Stadium fügst du alles, was du während des Flows erreicht hast, zu einem großen Ganzen zusammen. Oft kommt gleichzeitig das Gefühl etwas loszulassen. Alle positiven Chemikalien, die während des Flows durch dein Gehirn geschwommen sind und nun, das großartige Ende. Eine neue Runde Flow kann schon hinter der nächsten Ecke auf dich warten.

Kotler glaubt, dass der Wunsch in den Flow zu kommen, die Grundlage für Motivation an sich ist. Wenn man den Flow erreicht, bekommt man die höchstmögliche Dosis an Belohnungschemie die unser Gehirn zu bieten hat – und deswegen glaubt Kotler, dass der Flow der süchtigmachendste Stoff der Welt ist. Hat man den Flow selbst erlebt, ist man hoch motiviert alles zu tun was nötig ist, um wieder in dieses Gefühl abtauchen zu können.

Aber es ist eine wackelige Beziehung – wenn man motiviert ist, eine Aufgabe zu erledigen, jedoch nicht in den Flow kommt, kann es passieren, dass man ausbrennt. Motivation und Flow müssen zusammenarbeiten, und sie sind an wichtige andere Dinge gekoppelt, wie guter Schlaf und Ernährung.

Sannetipp:

Kennst du das Gefühl des Flows? Wo warst du? Was hast du getan? Wie hast du dich gefühlt? Was hast du am Ende erreicht? Stell dir dieses Stadium vor. Selbst wenn du nicht visualisieren kannst, stellen dir vor, dass du es kannst. Das hilft dir dabei leichter in den Flow zu kommen.

Finde den Flow

Wir können erstaunliches erreichen, wenn wir uns selbst so oft wie möglich in den Flow bringen. Wie können wir das machen? Ich kenne fünf Wege, die mir gute Dienste leisten: 

1. Ablenkung ausschalten

Man braucht ungefähr 20 Minuten, um in den Flow zu kommen. Jedes Mal wenn wir unterbrochen oder abgelenkt werden, brauchen wir wieder mindestens 20 Minuten. Darum lege alles zur Seite, schließe alle Programme, die du gerade nicht brauchst, schalte dein Handy auf lautlos und schließe die Tür. So kannst du dich nur auf das konzentrieren, was du machen möchtest.

2 Genug Zeit

Nach ungefähr 20 Minuten beginnt der Flow und steigert sich erst nach 45 Minuten zu einem Hoch. Darum reicht es nicht aus, eine halbe Stunde zu reservieren. Plane mindestens 90 Minuten besser noch 2 Stunden ein. 

3. Mache etwas das du liebst.

Wenn wir an den Flow denken, dann denken wir an Menschen die etwas auf einem sehr hohen Level erreicht haben. Egal ob ein Sportler, der das Spiel seines Lebens spielt, ein Musiker der das beste Gitarren Solo der Geschichte hinlegt oder ein Schriftsteller der Wörter in einem Tempo zu Papier bringt, dass es nach Diktat und nicht nach kreieren aussieht. Was alle gemeinsam haben ist, dass sie etwas tun, das für sie sehr wichtig ist. Sie wollen ihre Befriedigung gerade aus dieser Sache ziehen und nicht aus einer zu der sie keine Beziehung haben. Sie machen das, was sie tun, weil sie es lieben. Ich kann mich nicht erinnern, jemals davon gehört zu haben, dass jemand um Zeit totzuschlagen in den Flow gekommen ist. Es ist ein Unterschied ob man mit einer alten Klapperkiste oder einem brandneuen Maserati unterwegs ist. Beide bringen dich in dein Büro aber in puncto Fahrgefühl kein Vergleich. Wenn du eine Arbeit lästig oder dumm findest, werden dich die negativen Gefühle davor bewahren in den Flow zu kommen.

4. Habe klare Ziele

Eines der effizientesten Flow-Verhinderer ist, Unklarheit. Wenn du nicht weißt, was du erreichen willst, wirst du wahrscheinlich herumeiern und die Mission bleibt schwammig. Ein Grund warum viele Autoren, das Plotten vom eigentlichen Schreibprozess trennen. Beim Plotten legt man die Handlung fest und macht sich mit den Charakteren vertraut. Der eigentliche Schreibvorgang füllt die Charaktere mit Leben und bringt die Geschichte ans Licht. Dank das Plotten weiß man aber genau wo die Reise hingehen soll und die Muse kann zu küssen beginnen.

Sobald du dir die Zeit eingeteilt, ein klares Ziel formuliert hast und somit weißt, wofür du die Zeit nutzen willst, schick dich auf deine Mission. Sobald du etwas tust, das du unbedingt erreichen möchtest, wirst du ziemlich sicher in die unendlichen Weiten des Flows eintauchen.

5 Fordere dich – ein bisschen

Wenn man mit Menschen über den Flow spricht, hört man ständig, dass sie in den Flow kommen sobald sie etwas tun das sie ein wenig fordert. Mit anderen Worten, man muss sich ein bisschen aus der Komfortzone bewegen, aber in der Nähe bleiben. Der Grund dafür ist klar. Wenn du etwas tust, das du auch mit am Rücken festgebundenen Armen könntest, wird dich die Sache ziemlich sicher sehr schnell langweilen und Langeweile und Flow sind nicht kompatibel. Auf der anderen Seite, wenn etwas extrem schwierig ist, ist es leicht möglich, dass du frustriert wirst und Frustration verhindert den Flow ebenfalls. Wenn man etwas tut, das man liebt und das Level der Herausforderung moderat ist – wie etwas Neues auf seiner Lieblingsgitarre zu lernen, oder aus der Perspektive eines neuen Charakters zu schreiben – ist die Wahrscheinlichkeit, dass man die Aufgabe aufregend findet und sich so tiefer hineinziehen lässt, sehr groß.

Die Feinde des Flows

Trainiere mehrmals täglich in den Flow zu kommen und du wirst auf deinem Gebiet performen wie ein Superheld. Was wir alle über Superhelden wissen, ist, dass sie ständig gegen das Böse kämpfen. Hinter jeder Ecke lauert ein Bösewicht, der den Flow attackiert und versucht ihn zu vernichten. Mir haben sich bisher vier besonders hartnäckige Bösewichte im Spiel des Flows gezeigt.

1. Multitasking

Multitasker zu sein bedeutet nicht, dass man unendlich viel erreicht. Ganz im Gegenteil. Untersuchungen zeigen, dass Menschen die ständig mehrere Sachen gleichzeitig tun weniger produktiv sind als jene, die sich immer nur auf eine Sache konzentrieren. Es ist auch logisch, denn Unterbrechungen und Ablenkung verhindern, dass du in den Flow kommst. Man kann nicht das epische Solo spielen oder die atemberaubende Präsentation vorbereiten, wenn man mit Kollegen tratscht, schnell eine Nachricht an einen Freund schreibt und ein paar E-Mails liest. Gegen diesen Feind hilft nur Multitasking komplett zu vergessen. Halte dir bewusst alles vom Leib und reservieren dir Zeit um in den Flow zu kommen.

2. Stress

Wenn man sehr vielen äußeren Stressoren ausgesetzt ist – Deadlines, Beziehungsprobleme, Familienprobleme, Sorgen bezüglich des Jobs usw. ist es wahrscheinlich, dass diese den gegebenen Moment kapern. Ich bin mir sicher, dass du folgendes kennst: Man ist mit etwas völlig anderem beschäftigt. Der kleinste Auslöser reicht aus und man wird an ein Problem zu Hause erinnert. Sobald der Gedanke im Kopf ist, sind alle Flow Chancen dahin. Um diesen Bösewicht zu besiegen, kannst du zwei Dinge versuchen: Erstens schaue dem Bösewicht in die Augen, bevor du mit der Arbeit beginnst und frage dich, ob das etwas ist, mit dem du dich unbedingt beschäftigen musst, bevor du in den Flow kommen kannst. Wenn die Antwort Ja ist, dann erledige das zuerst. Meistens brauchen diese Störenfriede aber deine Aufmerksamkeit nicht auf der Stelle und es wird sich in den nächsten zwei Stunden nichts verschlimmern. Sollte das der Fall sein, mache mit dem Unhold aus, dass du dich z.b. um 17:29 Uhr um ihn kümmern wirst. Erstaunlicherweise beruhigt es ungemein, wenn man eine bestimmte Zeit für diese Gedanken reserviert.

3. Angst zu Versagen

Perfektionismus reduzieren Kreativität und Innovation, schrieb Hara Estroff Marano, ein ehemaliger Mitarbeiter von Psychology Today. Perfektionismus ist eine ständige Quelle negativer Emotionen. Anstatt etwas Positives zu erreichen, beginnt man sich auf die Dinge zu konzentrieren, die man vermeiden möchte, nämlich die negative Ergebnisse. Perfektionismus ist eine endlose Wiederholungsschleife. Er hält die Menschen komplett davon ab in einer Aufgabe aufzugehen was nur zu einer endlosen Kette an Frustration führt. Wenn du meinst, dass du etwas absolut perfekt machen musst und ein Versagen ein Desaster wäre, wirst du dich nur darauf konzentrieren, dass du nicht fällst und nie in das Stadium kommen in dem du wirklich brillierst. Der ideale Weg in den Flow ist sich selbst ein bisschen aus der Komfortzone zu schubsen. Dadurch erhöhst du die Anforderung und wirst wahrscheinlich im ersten Anlauf nicht alles richtig machen. Erlaubst du dem Perfektionismus dich an diesem Punkt zu beherrschen, wirst du den Flow vereiteln. Halte dir vor Augen, dass weniger Perfektionismus nicht nur okay ist, sondern ein klares Zeichen dafür, dass du dich genau in die Richtung beförderst in die du sich bewegen musst.

4. Selbstbewusstsein

Fast dasselbe Kaliber, wie der Perfektionismus, ist es nicht an das zu glauben was man tut. Sofort beginnt das Gehirn Cortisol auszuschütten, ein Stresshormon das das Gedächtnis stört, das Immunsystem belastet und das Risiko für hohen Blutdruck und Depression erhöht, schreibt Travis Bradberry, der Präsident von TalentSmart. Wenn du nicht davon überzeugt bist, dass du etwas wichtiges machst, dann zeigt sich das garantiert im Ergebnis.

Wenn du Zweifel hast, dann frage dich folgendes:

  • Habe ich die nötigen Fertigkeiten um das zu tun?
  • Habe ich alle Informationen die ich brauche um das zu tun?
  • Begeistert mich das Projekt?

Wenn die Antwort auf eine der drei Fragen Nein ist, dann lege die Aufgabe zur Seite und warte bis du alle Fragen mit Ja beantworten kannst. Wenn die Antworten auf alle drei Fragen Ja lautet, dann ignorieren deinen Gegenspieler und begib dich in den Flow.

Der Flow kommt nur mit Konzentration. Musik, wie z.B. Barockmusik (Händel, Bach, Telemann), die mit 80 Beat pro Minute arbeiten, steigern im Allgemeinen die Konzentrationsfähigkeit. 

Die Silent Geschichte, die dir dabei hilft in den Flow zu kommen haben ich zwar nicht mit Barock Musik hinterlegt, dafür erhöhen die Worte die du nicht hören kannst, da sie auf einer Frequenz von 14.000 Herz abgespeichert wurden, deine Konzentrationsfähigkeit um ein Vielfaches. Wenn du tiefer in dieses Thema eintauchen willst, wirst du hier fündig. 

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