Verhalten verstehen –  Ich war selbst 24 Jahre in einer chronischen Depression gefangen, bis ich mein Verhalten und wo es herkommt verstanden habe und loslassen konnte.

 

Warum verhält man sich eigentlich wie man sich verhält?

Wie wir uns Verhalten ist, uns üblicherweise nicht gestern in den Schoß gefallen und wir sind auch nicht heute Morgen aufgewacht und haben uns gedacht: so, jetzt finde ich einmal Unordnung blöd und entwickle schnell mal eine Angststörung.

Natürlich nicht, sondern, die Vergangenheit hat uns geprägt. Egal ob wir 12 sind oder 120. Wir kommen auf die Welt und beginnen uns zu entwickeln. Wir erweitern unser Repertoire durch Erlebnisse und Reaktionen von anderen doch im Prinzip bauen wir, wenn wir nicht umdenken nur das aus, was schon immer da war. Als Säugling beginnen wir unsere Umwelt zu erforschen und perfekt läuft es nie. Wir haben keine Ahnung was da um uns herum passiert, wir verstehen als Kinder die Welt nicht und beginnen sie auf unsere Weise zu interpretieren. Wenn ich schreie passiert das, wenn ich lächle passiert das. Ich lächle und der Erwachsene schreit, verstehe ich als Kind nicht. Ich kann nicht verstehen, warum, der Erwachsene auf mich so reagiert wie er es in dem Moment tut.

Auf den Erwachsenen macht das eine oder andere Erlebnis vielleicht keinen Eindruck, erstens wurden auch sie durch ihre Kindheit geprägt und zweitens stecken sie in einer anderen Entwicklungsstufe, aber auf ein Kind können sie negative Auswirkungen haben. Ein Kind, das z.b. einmal erlebt, dass es nicht ernst genommen wird oder sich ausgeschlossen fühlt, speichert dieses Erlebnis nicht nur unter „niemand nimmt mich ernst“ sondern fügt noch hinzu „und es wird immer so sein“ oder „das wird sich nie ändern“. Natürlich bleibt es nicht bei einem solchen Erlebnis, es sammeln sich so einige an und schon festigt sich diese Meinung. Die wird dann nicht mit dem 18. Geburtstag automatisch gelöscht, sondern bleibt und man fühlt sich auch die nächsten 50, 60 oder 100 Jahren nicht ernst genommen. Diese Idee ist sehr hartnäckig auch, wenn man keine bewusste Erinnerung mehr hervorkramen kann. Aus niemand nimmt mich ernst, wird dann schnell ein „Ich bin es nicht Wert“ oder „ich bin nicht genug“.

Diese negativen Denkmuster, tauchen gerne als diese innere Stimme auf, die immer aber auch wirklich immer an allem und jedem etwas zu meckern hat. Wie man die loswerden kann beschreibe ich weiter unten.

Oberflächlich gesehen geht es beim Loslassen natürlich um Dinge wie: Den Ex/die Ex loslassen oder Erlebnisse die uns beschäftigen. Alles, was irgendwie Rachegedanken auslöst, vom dem blöden Idioten der ständig auf meinem Parkplatz parkt bis wozu auch immer. Überall schwirrt der Begriff Mindset herum und der Satz: “Es ist alles eine Frage der Einstellung”. Ja richtig. Man kann seine Einstellung zu den Dingen ändern und auch zum Meister seiner Emotionen werden und trotzdem funktioniert es hinten zu vorne nicht. Oder einmal geht es und einmal nicht.

Viel interessanter ist es in das „Warum“ einzutauchen. Die Frage wo kommt die ganze Misere eigentlich her. Wie hat das angefangen, dann kann man das Übel an der Wurzel packen. Jeder der einen Garten hat weiß, es hilft nicht viel, das Unkraut nur abzureißen. Das ist schneller wieder da als man Unkraut sagen kann. Man muss es mit der Wurzel ausreißen.

Dieser Aufarbeitungsprozess muss keiner sein, der fürchterlich weh tut. Man muss alte Erlebnisse und Gefühle nicht noch einmal durchleben, um sie zu verstehen und gehen lassen zu können. Hier gehen die Meinungen allerdings auseinander.

Mir persönlich hat es gereicht mir Kindheitserlebnisse wie in einem Film anzusehen und zu verstehen, was diesem kleinen Mädchen passiert ist, das in einer 24 Jahre andauernden chronischen Depression geendet hat. Es war verblüffend. Ich dachte nämlich immer, dass es für meine Depression keinen psychischen Grund gibt.

Mir und vielen anderen hat es gereicht sich klar zu machen, dass man dieses kleine Mädchen dieser kleine Junge nicht mehr ist. Man ist tatsächlich den Kinderschuhen entwachsen, nur unser Denken nicht. Darum ist es so befreiend, diesen Erlebnissen, diesem Kind, sich selber deutlich zu machen: „Das bin nicht mehr ich“.

Begleitend in diesem Prozess ist es extrem hilfreich, sich mit Lippenstift, ja auch die Männer, folgenden Satz auf jeden Spiegel zu schreiben: „Ich bin genug“. Man kann sich auch einen großen Zettel hinkleben.

Diese kleine Stimme im Kopf, verliert an Kraft, wenn man ihr ein lächerliches Aussehen und Stimme gibt. Sobald man über sie grinsen muss, kann man sie leicht niederreden. So klein, rote Haare, quietsche Stimme.. Wie auch immer. Den kann man nicht ernst nehmen.

Sobald man etwas verstanden hat, tut man sich leichter mit Situationen umzugehen. Es dauert mitunter eine Weile, bis man alles aufgelöst hat. Erwischt man sich aber nun selber bei typischen Reaktionen. Ein Geruch, ein Geräusch, das Verhalten einer Person, löst etwas in einem aus und in einem wird ein Schalter umgelegt und abgeht die Post. Als wäre man plötzlich in einen Fluss gefallen, in dem eine starke Strömung herrscht und man wird mitgerissen. Kennt man diesen Mechanismus und weiß, warum man sich gerade jetzt so benimmt wie man sich benimmt, kann man sich leichter sagen: Stopp. Man kann bewusst gegensteuern, man hat sich verstanden und weiß, dass es noch ein paar Dinge aufzuarbeiten gibt. Da muss man sich danach weder zerfleischen noch verurteilen, sondern in den Arm nehmen.

Wie kommt man aber nun an die in sich verborgenen lebensverändernden Ereignisse heran und warum reicht es nicht aus eine gute Affirmation zu finden? Wenn ich nicht weiß, wo der Hase im Pfeffer liegt, kann ich ihm schwer die passende Affirmation um die Ohren hauen. Außerdem haben Affirmationen auch ihre Tücken. Dazu habe ich ein anderes Video gemacht, das nennt sich Affirmationen, Afformationen und Silent Geschichten, was ist der Unterschied.

Effektiv ist sicher Hypnose, einfacher Selbsthypnose. Effektiv und einfach sind Silent Geschichten. Diese Geschichten, sind Silent Subliminals, also Geschichten, die das Ohr eines durchschnittlichen Erwachsenen nicht hören kann, da die Frequenz, auf der sie gespeichert wurden, zu hoch ist. Diese Geschichten können einem je nach Thema zu Erlebnissen zurückführen. Oft nicht einmal bewusst aber die unbewusst gespeicherten Emotionen beginnen sich aufzulösen. Wenn es darum geht altes loszulassen bieten sich die Silent Geschichten: Selbstliebe, Selbstheilung oder, befreie dich selbst in dem du altes loslässt an.

Es gibt mehrere Durchbrüche, die man feiern muss, um auf allen Ebenen sein Traumleben führen zu können und sich von Vergangenen zu verabschieden, das erleichternde Wissen, ich bin genug ist erst der Beginn … Was kommt dann? Das liegt ganz alleine bei dir.