kritisches Denken fördern

Mentaltraining

Konstruktives Denken – so kann’s geh´n

(Fragen die helfen)

Wir kennen das alle:

Ungünstige Einstellungen und negative Gedanken beeinflussen nicht nur, sondern bestimmen sogar, wie wir in bestimmten Situationen fühlen, handeln und sie erleben. Oft bestätigen sich unsere Annahmen postwendend, was nicht nur für das Negative gilt.

Nur sind wir Menschen evolutionsbedingt darauf programmiert, dem Negativen mehr Aufmerksamkeit zu schenken und ihm mehr Bedeutung zu geben, als dem Positiven. Was logisch ist, denn eine Gefahr zu übersehen kann, wie man so schön sagt, tödlich enden. Jemand der im Dunkeln vor unserer Wohnung herumschleicht, wird in unserem Kopf eher zum Serienkiller als jemanden, der auf der Suche nach seinem verlorenen Schlüssel ist.

Wir neigen also dazu, in allem und jedem eine mögliche Gefahr zu wittern. Schlechte Erfahrungen, übernommene Muster usw. verstärken den Effekt noch zusätzlich und man beginnt zu verallgemeinern. z. B. : „Immer wenn ich die Wäsche im Garten aufhänge, beginnt es zu regnen.“ „Alle Männer/ Frauen sind …“ „Ich bin immer …“ „Das passiert immer nur mir.“ Diese Verallgemeinerungen wiegen uns in dem Irrglauben, dass alles was wir über die Zukunft, die Umwelt und uns selbst denken, stimmt. Man läuft Gefahr, einzelne Aspekte zu übersehen und seien wir einmal ehrlich, wer überprüft seine eigenen Annahmen schon?

Da fällt mir ein Zitat von Albert Einstein ein: „Die Definition von Wahnsinn ist: immer dasselbe zu tun und ein anderes Ergebnis zu erwarten.“

Damit hat er recht, der gute Mann. Bevor man jedoch etwas an seinen Denkmustern ändern kann, muss man ihnen zuerst einmal auf die Spur kommen.

Mit folgenden Fragen können Sie Ihre negativen Gedanken überprüfen, um aus dem Teufelskreis der negativen Gedanken auszubrechen. Sie verführen zum Hinterfragen unserer „automatischen Gedanken“ und sind gleichzeitig eine Möglichkeit um herauszufinden, ob und wie es vielleicht besser wäre.

Fragen zum Überprüfen der negativen Gedanken:

  • Beruhen die Gedanken auf Tatsachen? (Ohne Ausnahme)

  • Gibt es einen Beweis für die Richtigkeit des Gedankens? Können Sie die Wahrheit des Gedankenganges belegen?

  • Was macht Sie so sicher? Gibt es dafür Beweise?

  • Woher wissen Sie, was anderen über Sie denken?

  • Warum glauben Sie, die Zukunft zu kennen?

  • Warum sollte das, was Sie über andere Menschen denken, wahr sein?

  • Besteht die Möglichkeit, dass es ganz anders ist?

  • Gibt es andere Erklärungsmöglichkeiten für das Verhalten bestimmter Personen?

  • Ist es wahrscheinlich, dass das, was Sie annehmen, auch passiert?

  • Und selbst wenn es so weit kommt: Gibt es einen Beweis dafür, dass Sie die Situation nicht aushalten würden?

Mit diesen Fragen können Sie Ihre Gedanken auf den Realitätsgehalt hin überprüfen. Welche Alternativen gibt es, die Sie Ihrer Annahme entgegensetzen lassen?