Menschenkenntnis

Mit diesen 2 Tricks finden Sie die Lösung für jedes Problem

Manchmal bringt Nachdenken einfach nicht weiter. Eine Idee muss reifen, wie ein Baby von der Zeugung bis zur Geburt heranreift. Kreativitätsforscher sprechen von „Gestation“, das heißt: Eine bewusste Pause von diesem Problem machen.

Was passiert in dieser Pause? Nachdem uns das bewusste Denken nicht weitergebracht hat, kann jetzt unser Unbewusstes arbeiten, denn dort liegt die Lösung.

Man hat ausgerechnet, dass das Bewusstsein einer „Strecke“ von fünf Millimetern entspricht und das Unbewusste einer „Strecke“ von elf Kilometern. Den „ersten halben Kilometer“ Unbewusstes erwischen wir noch relativ gut. Aber wir brauchen eine Technik, damit unsere Intuition bis zur Oberfläche driften kann. Das geht nur, wenn wir völlig entspannt sind.

Wissen Sie, wie der Mathematiker und Physiker Archimedes (280 – 212 v. Chr) das Prinzip der „schwimmenden Körper“ fand? („Jeder ins Wasser getaucht Körper erhält von diesem einen Auftrieb, der dem Gewicht der verdrängten Wassermenge entspricht.“) 

In der Badewanne! 

Als er ins Wasser stieg, lief die Badewanne über. Plötzlich wurde ihm klar, dass sein Körper das Wasser verdrängt hatte – dass demzufolge jeder Körper Wasser verdrängt, abhängig von seine spezifischen Gewicht. Er soll nacht aus der Wanne gesprungen und auf die Straße gelaufen sein, das berühmte „Heureka!“ (Ich hab´s gefunden!“) rufend.

Das Unbewusste beschäftigt sich also auch während einer Pause mit Ihrem Problem. Diesen Effekt kann jeder produzieren lernen, wenn er sich darin übt. Dazu hat der berühmte Künstler Slavdore Dali eine phänomenale Technik erfunden:

 Legen Sie sich auf Ihr Bett. Neben sich stellen sei eine große Messingschale. In die Hand nehmen Sie einen Löffel. Den halten Sie an der Bettkante oberhalb der Messingschale fest. Legen Sie vorher Handy oder Block und Bleistift bereit. Sie können gern eine ruhige Musik hören. 

Und jetzt schließen Sie die Augen. Driften Sie einfach. Versuchen Sie, in den Zustand zu gelangen, den Sie kurz vor dem Einschlafen erreichen. Denken Sie an irgendetwas Schönes, an Ihre Urlaubsreise etwa, dann nimmt Ihr Geist Abstand von dem Problem, das Sie lösen wollen. Wenn der Punkt gekommen ist, an dem Sie fast einschlfen, lässt die Muskelspannung nach – und der Löffel fällt mit großem Geschepper in die Messingschale. Sie sind hellwach. 

Jetzt Handy oder Bleistift und Papier nehmen und sofort 10 Minuten nonstop diktieren oder notieren, was Ihnen einfällt, auch Ihnen nichts einzufallen scheint. So haben Sie die Gedanken eine Chance, zur Oberfläche aufzutauchen. Sie werden erstaunen, was dabei alles herauskommt.

Wenn Sie Allerdings im Büro sitzen und ein Problem lösen sollen und sich nicht hinlegen können, sollten Sie folgende Technik einsetzen: 

Schreiben sie einen Dialog (wie im Theater). Oder sprechen Sie ihn auf Band. Sprechen Sie mit Ihrem Unbewussten. Angenommen, Sie wollen ein Problem mit einem Kunden lösen. Dann stellen Sie sich die Situation bildhaft vor. „Sagen“ Sie zum Beispiel: „Lieber Kunde, wir haben uns die Kampagne so und so vorgestellt.“ Dann lassen Sie Ihren Kunden etwas „sagen“. Dann „sagen“ Sie wieder etwas. Dabei kommen die Knackpunkte am besten heraus. 

Wenn es nicht um eine Person, sondern um eine Sache geht,an der Sie herumknobeln: „Reden“ Sie mit Ihrem Kugelschreiber oder Ihrem Computer. 

Das Papier „sagt“ beispielsweise: “Was wirst du heut auf mich schreiben?“ (Das ist übrigens eine Kreativitätsübung für Schriftsteller.) 
Jetzt „sagen“ Sie: „Ich habe da ein Problem, das ich lösen will…“

Wichtig ist, dass Sie die normalen Denkbahnen verlassen, so finden Sie ganz leicht eine neue Sichtweise. Sie blicken quasi hinter die „Wand“, welche Sie zuvor blockiert hat. Allerdings funktioniert diese Methode nur unter einer Voraussetzung: Man muss es tun!