Mentaltraining

Selbstfürsorge 

(31 Tipps für mehr innere Zufriedenheit)

Kennen Sie das?

Dieses bedrückende Gefühl, dass der Tag nicht genug Stunden hat, um den riesigen Berg an Aufgaben zu erledigen? Irgendwie bekommt man es dann schon hin und möchte nur noch schlafen.

Es gibt gefühlt 1000 Dinge, die uns auf Trab halten. Arbeit, Familie, Freunde und und und. Auch, wenn wir vieles davon gerne machen. Was auf der Strecke bleibt, sind meistens wir selbst. Man findet keine Zeit, um sich selbst etwas Gutes zu tun, geschweige denn sich selbst einmal zu verwöhnen. Für uns selbst nehmen wir uns keine Zeit, obwohl das eigentlich das Wichtigste wäre. Gleich vorweg: Zeit mit Freunden oder der Familie zu verbringen, hat, wenn es sich gut anfühlt, sehr viel mit wertvoller Selbstfürsorge zu tun.

Leider stellen die meisten Menschen Ihre eigenen Bedürfnisse hinten an oder vergessen sie einfach. Man ist nie um eine Ausrede verlegen, warum man sich gerade jetzt, nicht um sich selbst kümmern kann. Dabei ist es gerade eine gesunde Selbstfürsorge, die Zufriedenheit und Glück im Leben schaffen kann.

Haben Sie sich schon einmal gefragt, warum der lieblose Umgang mit uns selbst nicht die Ausnahme, sondern oft die Regel ist? Wir befürchten, egoistisch zu handeln, wenn wir unseren eigenen Bedürfnissen Wichtigkeit verleihen. Wir schämen uns, wenn wir uns erlauben, zuerst an uns selbst zu denken. Wir wollen den Ansprüchen unserer Umwelt gerecht werden und vernachlässigen uns selbst. Eigentlich ist es kein Wunder, dass man sich unzufrieden und frustriert fühlt. Wir fühlen uns nicht gut in unserer Haut, wissen nicht warum, was nicht nur enorm belastend ist, sondern einer Depression Tür und Tor öffnet.

Mit diesen Gefühlen steht man jedoch nicht alleine da. Viele Menschen leiden unter ihrem eigenen Verhalten sich selbst gegenüber, haben aber nicht den Mut etwas zu ändern oder wissen schlicht und einfach nicht wie.

Statistisch gesehen, widmen wir 95 % unseres Lebens der Effizienzmaximierung. Wir versuchen immer mehr Aufgaben in immer kürzerer Zeit zu erledigen. Wer stets bestrebt ist, noch schneller und noch besser zu werden, kann in die „Optimierungsfalle“ tappen und irgendwann stellt man dann fest, dass man ausgebrannt ist. Selbstfürsorge ist keine Flucht aus dem Alltag.

Wer Tag für Tag alles gibt, fühlt sich erschöpft und sucht Ruhe und auch endlich einmal Entspannung. Ein wöchentliches Bad oder ein Wellness-Wochenende reichen da meistens nicht aus. Es ist sinnvoller Selbstfürsorge in den Alltag einzubauen.

Selbstfürsorge auf fünf Ebenen

1. körperlicher Ebene: Aktionen mit denen Sie ihr physisches Wohlbefinden steigern können. Dazu gehören Energie und auf die Gesundheit zu achten z.B.

  • Körperliche Bewegung und aktiver Sport

  • Regelmäßige sportliche Aktivität, auch wenn Sie keine Lust haben

  • Eine gesunde, ausgewogene Ernährung

  • Obst und Gemüse statt Fast Food

  • Regelmäßige Erholung und Entspannung (guter Schlaf, Entspannungsübungen …)

  • Gesundheitsvorsorge durch regelmäßige Arztbesuche

  • Auf die Signale des Körpers achten.

 

2. Gefühle und Emotionen: Hier geht es um unser psychisches Wohlbefinden, unsere Laune und Stimmung z.B.

  • Sich der eigenen Gefühle bewusst werden und offen darüber sprechen

  • Sorgen Sie jeden Tag für positive Gefühle

  • Zeigen Sie auch negative Gefühle offen und sprechen Sie darüber

  • Sie dürfen manchmal auch neidisch, eifersüchtig und wütend sein. Im Anschluss sollten Sie diese Gefühle analysieren und besser verstehen.

  • Von Essen bis zum Wetter allles genießen

  • Schaffen Sie Momente für sich selbst, in denen Sie sich selbst erforschen können.

 

3. Intellektuelle Ebene: Eine Auseinandersetzung mit sich selbst z.B.

  • Die eigenen Gedanken prüfen, um festzustellen, ob man für sich und ein erfülltes Leben arbeitet oder nicht.

  • Die eigenen Glaubenssätze mit kritischen Augen betrachten

  • Sich für neue Beschäftigungen öffnen

  • Antreiber und Kritiker erkennen, die im Inneren arbeiten.

  • Auseinandersetzten mit negativen Erfahrungen aus der Vergangenheit und lernen, diese zu akzeptieren, um inneren Frieden zu schaffen.

  • Interesse für neue Bereiche und die Umwelt bewusst wahrnehmen.

 

4. Soziale Ebene: Es geht nicht darum, stets selbst im Mittelpunkt zu stehen. Andere Menschen, Familie und Freunde sind nötig, um unsere sozialen Bedürfnisse zu erfüllen z.B.

  • Umgeben Sie sich regelmäßig mit Menschen, die für Sie wichtig sind.

  • Seine Sie für Freunde in der Not da

  • Seien Sie neuen Kontakten gegenüber offen

  • Gestehen Sie Fehler ein und zeigen Sie Bereitschaft sich zu entschuldigen

  • Zeigen Sie Ihre Liebe für andere offen.

  • Versuchen Sie, Konflikte konstruktiv zu lösen, statt sie zu vermeiden

 

5. Spirituelle Ebene: Es geht hier nicht um den Glauben, Kirchenbesuche oder Gurus. Sondern einfach zu liegen, dankbar zu sein und Vertrauen zu schenken z.B.

  • Persönliche Werte bestimmen und danach leben

  • Über den Sinn des Lebens nachdenken

  • Täglich hinterfragen, ob man den richtigen Weg eingeschlagen hat, und überlegen, welche Anzeichen darauf hinweisen könnten, dass Sie den falschen Weg gewählt haben

  • Optimismus üben und das Leben bejahen.

  • Täglich dankbar sein

  • Anderen Menschen ohne Misstrauen begegnen und im Voraus vertrauen, auch in solchen Situationen, in denen das schwerfallen kann.