Wohlfühlküche

So wird die Küche zum Wohlfühlort

Die Küche ist seit jeher ein zentraler Ort für die Familie. Früher war sie oft der wärmste Ort im Haus und deshalb auch ein geselliger Platz des Zusammenseins. Was auch zu einer meiner Kindheitserinnerung zählt: Der einzige Ort im ganzen Haus, indem es wirklich warm war, war die Küche. Die gute Stube hingegen – etwa unser heutiges Wohnzimmer – wurde selten geheizt und galt mehr als Mehrzwecks-Arbeitsraum denn als Ort für besondere Anlässe oder Besuche. 

Durch unser modernes Leben verlor der Raum Küche an Bedeutung. Bereits um 1900 verschwand die Wohnküche mehr und mehr und wurde zum untergeordneten Raum degradiert. 

In den Städten ist jeder Quadratmeter kostbar. Der größte Raum wird deshalb meistens schon bei der Planung, für das Wohnzimmer reserviert und nicht für die Küche. 

Erst jetzt entdecken wir langsam wieder die zentrale Bedeutung der Küche als Lebensraum. In der Küche sitzt man buchstäblich an der Quelle von Essen und Trinken. Was scheinbar automatisch für Geselligkeit sorgt – falls es genug Platz gibt. Kennen Sie das Phänomen Küche und Party? Es ist Ihnen vielleicht schon einmal aufgefallen: Selbst wenn es ein schönes und geräumiges Wohnzimmer gibt, ist die Küche stets gut besucht. 

Gestaltungstipps 

Bei der Einrichtung entscheiden nicht nur Geschmack und Design über die positive Stimmung in der Küche. Sie können gezielt nach Feng-Shui Prinzipien auf Möbelsuche gehen – wodurch Sie den Grundstein für eine Wohlfühlatmosphäre in Ihrer Küche sehr einfach und unkompliziert legen können. 

Formen – versuchen Sie bei der Auswahl ihrer Kücheneinrichtung scharfe Ecken bzw. Kanten zu vermeiden. Einerseits, sorgen abgerundete Formen dafür, dass ein Raum ruhiger und behaglicher wirkt. Denn, alles, was spitz ist, stufen wir unbewusst als gefährlich ein, wodurch wir uns unmerklich ständig in Alarmbereitschaft befinden. Abgesehen davon, sind scharfe Ecken schwieriger sauber zu halten. 

Tipp: Geschlossene Flächen sorgen für mehr Wohlfühlatmosphäre. 

Glas – auch wenn Ihnen Glastüren gefallen, tun Sie sich selbst einen Gefallen und gehen Sie damit in Ihrer Küche eher sparsam um. Zeigen Sie nur besonders schönes und ausgefallenes Geschirr in einem Glasschrank. Zu viele optisch offene Schränke bringen Unruhe in den Raum. 

Tipp: statt eines Glasschrankes können Sie auch auf Sand gestrahltes, nur leicht durchsichtiges Glas zurückgreifen. Von Innen beleuchtet, sorgen diese Fronten für ein ganz eigenes Flair. 

Pflanzen – wer Pflanzen liebt, der kann in der Küche – sofern dort gute Lichtverhältnisse herrschen – Kräuter züchten. Zwei Fliegen mit einer Klappe: Kräuter sind praktisch und fördern die Gesundheit. Auf dem Fensterbrett bieten sie zudem den Vorteil, dass Sie mit den Kräutertöpfen das Chi zu bremsen bzw. im Raum halten können. Es gibt noch andere Pflanzen, die sich in der Küche besonders wohlfühlen und im Notfall, kann man mit speziellen Lampen die Lichtverhältnisse optimieren. 

Ordnung – natürlich gilt auch in der Küche, was für den Rest von Haus oder Wohnung gilt: vermeiden Sie Chaos! Halten Sie in Ihrer Küche ein System ein, das Ihnen das Arbeiten erleichtert. Eine saubere und aufgeräumte Küche schiebt auch dem eigenen inneren Chaos einen Riegel vor. 

Farbgebung in der Küche 

Auch in der Küche können Sie mithilfe von Farbe viel zum Wohlfühlen beitragen. Bestimmte Farbtöne beeinflussen nicht nur die Stimmung, sondern können auch den Appetit anregen bzw. hemmen. 

Gelb, orange – diese Farbtöne können den Appetit steigern, und wer morgens nur langsam in Schwung kommt, kann sich durch eine orange Farbgestaltung auf die Sprünge helfen. 

Hellblau, Violett, Mint oder Flieder – kühle Farben, wirken appetithemmend und ungemütlich, was im Küchenbereich ungünstig ist. Wenn Sie abnehmen möchten, finden Sie am Ende des Artikels ein paar Tipps, bezüglich der Farbgebung. 

Rot – zu viele Rottöne in der Küche sind ungünstig. Rot wird, wie der Herd, dem Element Feuer zu geordnet. Es wäre zu viel des Guten, die „Feuer-Energie“ zusätzlich, zum Kochvorgang, weiter anheizen. 

Schwarz und Grau – schwarz und grau sollte in der Küche nur als Farbakzente vorkommen. 

Weiß – die Küche kann auch gut in Weiß gestaltet werden. Auf weißen Flächen kommen Speisen gut zu Geltung. Dies gilt auch für weißes Geschirr. Sie sollten allerdings darauf achten, dass der Raum durch die Farbe Weiß, nicht kalt und ungemütlich wird.

Wenn Sie abnehmen möchten, dann können Sie zum Beispiel Teller in blauer Farbe verwenden. Blau ist eine appetithemmende Farbe. Die Farbe löst zusätzlich das Gefühl aus, bereits viel gegessen zu haben. Feldstudien zeigen, dass sich Menschen weniger zu Essen auf den Teller geben bzw. weniger oder gar nicht nachnehmen, wenn Sie einen blauen Teller vor sich haben, im Gegensatz zu anderen Farben.

Quelle: 

Eva Pringnitz/ Petra Ruf; das Feng Shui Lexikon

Brigitte Inslicht: Die Farben der Heilerin

Lillian Too: Das große Buch des Feng Shui

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