Wohlfühlratgeber Schlafbereich

Wohlfühltipps Schlafbereich

Einer der wichtigsten Plätze im Haus oder in der Wohnung ist das Schlafzimmer. Etwa ein Drittel unseres Lebens verbringen wir an diesem Ort, und zwar mit geschlossenen Augen. Logischerweise könnte man daher davon ausgehen, dass wir die Umgebung, in der wir uns befinden, ohnehin nicht so intensiv wahrnehmen, weswegen die Gestaltung zur Nebensache wird. Wichtiger scheinen uns das Wohnzimmer oder die Küche zu sein. Doch weit gefehlt. Auch blinde Menschen reagieren nachweislich, genauso wie sehende, auf jegliche Atmosphäre in einem Raum. 

Rückzug und Regeneration 

Der Schlafbereich dient der Regeneration und Entspannung – ein Faktor, der in unserer hektischen, schnelllebigen Zeit eine zunehmend wichtigere Rolle spielt. Während wir schlafen, sind wir in einem vollkommen unbewussten Zustand und daher Stimmungen, zu denen auch die Atmosphäre im Raum gehört, schutzloser ausgeliefert. Unterschätzen Sie nicht diesen Einfluss auf Ihr Wohlbefinden. Frisch ausgeruht und gestärkt den Tag zu beginnen ist eine gute Basis, um unseren Alltagsanforderungen gerecht zu werden. Meiner Meinung nach, ist die richtige Gestaltung, des Schlafzimmers, deshalb so wichtig, da es ein Rückzugsort ist, wo Sie die nötigen Kräfte für den nächsten Tag sammeln können. 

Kleiner Einrichtungsratgeber 

Atmosphäre – ausschlaggebend für die Gestaltung eines Raumes ist neben dem individuellen Geschmack immer seine Funktion. Einer hauptsächlich passiven Ruhezone tut eine sinnberuhigende Gestaltung weit besser als eine aktivierende. Weiche Formen versus dynamische oder aggressive Formen. Vermeiden Sie spitze Kanten oder Ecken, die wie Messer oder Pfeile auf das Bett zielen. Sonst versuchen Sie sich die ganze Nacht, unbewusst, davor zu schützen. 

Pflanzen – große Pflanzen in direkter Nähe zum Schlafplatz werden nicht als günstig angesehen. Mit ihrem Wachstum symbolisieren Pflanzen das Element Holz und sind daher eher Yang betont, auch ein stark duftender Blumenstrauß verändert die Luft im Raum, was die wohlverdiente Ruhe stört. Es gibt jedoch Pflanzen, die sich perfekt in Ihr Schlafzimmer integrieren lassen. 

Kunstwerke – es geht um das bewusste Wahrnehmen, mit welchen Gegenständen, welchen Inhalten und Gedankenschwingungen man sich umgibt. Ein Kunstwerk mit melancholischem Ausdruck oder einem kämpferischen Inhalt gibt seine Botschaft auch an seine Umgebung ab und hat somit Anteil an der Stimmung im Raum. 

Bücher – ähnlich wie mit Kunstwerken verhält es sich auch mit Büchern. Haben Sie viele Bücher in der Nähe ihres Bettes, so sollten sie nach Möglichkeit Literatur mit schweren oder belastenden Inhalten meiden. Im Schlafzimmer sollte generell, auf alles, was der Harmonie zuwider läuft, verzichtet werden. 

Über dem Bett – vermeiden Sie alles, was unbewusst als Gefahr gedeutet werden kann – das ist eine wichtige Voraussetzung für einen wirklich ungestörten und erholsamen Schlaf. Schwere Gegenstände an der Wand oberhalb des Kopfendes, wie etwa ein Bücherregal, ein Bild in sehr schweren Rahmen, bergen in sich die Gefahr herunterzufallen. Zusätzlich sammeln sich auf eine Ablage oder einem Regal schnell allerlei Dinge an. Der Schlafplatz sollte jedoch möglichst aufgeräumt sein. Unordnung wirkt sich einerseits negativ auf den Energiefluss (Chi) im Raum aus, andererseits ist nicht zu unterschätzen, dass sich das äußere Chaos der Umgebung, im Inneren des Menschen spiegeln kann – Erholung bzw. ruhiger Schlaf ist dann womöglich Geschichte. Balken bzw. bestimmte Lampen, die an der Decke, direkt über dem Bett, angebracht wurden, bringen erfahrungsgemäß weder guten Schlaf noch nachhaltige Erholung. 

Unter dem Bett – nicht nur der Platz über Ihrem Bett ist entscheidend für die Schlafqualität, Sie sollten auch darauf achten, was sich unter Ihrem Bett befindet. Lassen Sie dort nicht all das verschwinden, von dem Sie nicht wissen, wohin. Alte Bücher, Familienfotos, verstaubte Decken oder alte Ordner sind kein sanftes Ruhekissen. Was verbinden Sie mit den Dingen unter Ihrem Bett? Überlegen Sie ganz bewusst, ob Sie sich wirklich darauf ausruhen möchten. 

Spiegel – das Schlafzimmer ist der Ort, an dem wir die Hektik des Tages hinter uns lassen und zur Ruhe kommen möchten. Die weit verbreitete Gewohnheit, große Spiegel im Schlafzimmer zu platzieren, wirkt dieser Ruhe allerdings entgegen. Spiegel reflektieren das Licht, unser Bild und auch die im Raum zirkulierende Energie, das Chi. Besonders die Kraft größere Spiegel, in denen man sich ganz sehen kann, sollte nicht unterschätzt werden. Ein Spiegel, der auf das Bett gerichtet ist, bringt den Schlafenden angeblich Unglück, denn er feuert ständig Energie in ihre Richtung, egal ob es hell ist oder nicht. Am besten ist es, völlig auf Spiegel zu verzichten. Wenn Sie jedoch unbedingt einen Spiegel im Schlafzimmer haben möchten, so stellen Sie ihn so auf, dass er vom Bett aus nicht einsehbar ist, oder benutzen Sie einen rollbaren Spiegel, dessen Position man nach Belieben verändern kann. Natürlich spielen dabei die Größe und Distanz zwischen Spiegel und Bett eine entscheidende Rolle. Der Einfluss eines 3 m vom Bett entfernten handtellergroßen Spiegels, ist dementsprechend klein. Wogegen eine verspiegelte Schrankwand gegenüber dem Bett erheblich zu einem unruhigen Schlaf beitragen kann. Sind Sie sich unsicher, was in puncto Spiegel zu tun ist, dann probieren Sie es aus. Decken Sie den Spiegel einige Zeit – zumindest nachts – mit einem weich fallenden Stoff z. B. einem Tuch ab und spüren Sie selbst, wie sich diese Veränderung anfühlt. Ich kann mich erinnern, dass es in meiner Familie Schlafzimmerschränke gab, deren Spiegel ganz bewusst auf der Innenseite der Schranktür angebracht waren. In Indien beispielsweise kennt man die Tradition, nachts die Spiegel mit Vorhängen zu verdecken.

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